Urs Janett wird neuer Präsident der KdK
- Medienmitteilung
Der Urner Regierungsrat Urs Janett übernimmt per 1. Januar 2027 das Präsidium der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK). Er folgt auf den Aargauer Regierungsrat Markus Dieth, der das Amt seit 2023 innehat. Die Plenarversammlung hat den neuen Präsidenten an ihrer Sitzung vom 18. September 2026 gewählt. Sie hat daneben weitere Ämter neu besetzt.
Urs Janett ist seit 2016 Regierungsrat und Finanzdirektor des Kantons Uri. Von 2022 bis 2024 war er Landammann. Urs Janett studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bern und an der University of Wales in Cardiff (Vereinigtes Königreich). 2003 erwarb er in Altdorf das Patent als Rechtsanwalt. Nach verschiedenen Stationen in der Privatwirtschaft und in der Urner Kantonsverwaltung wurde er zum Generalsekretär am Bundesverwaltungsgericht ernannt.
Als Regierungsrat hat sich Urs Janett in der Zentralschweizer Finanzdirektorenkonferenz sowie im Vorstand der Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (FDK) engagiert. Seit 2020 vertritt er die Urner Regierung an den Plenarversammlungen der KdK. Urs Janett gehört zudem zur Schweizer Delegation im Kongress der Gemeinden und Regionen Europas (KGRE), die er seit dem 30. März 2026 präsidiert.
Regierungsrat Urs Janett zeigt sich über die Wahl erfreut. «Das Präsidium der KdK ist für mich und den Kanton Uri eine grosse Ehre. Ich möchte dieses Amt nutzen, um den Dialog zu fördern und den Föderalismus und den respektvollen Umgang miteinander als tragende Säulen unserer Demokratie zu stärken.» Mit Urs Janett wird zum zweiten Mal ein Vertreter der Zentralschweiz an der Spitze der KdK stehen.
Ausgeprägtes Engagement von Markus Dieth
Markus Dieth gibt das Präsidium der Konferenz Ende Jahr ab. Während seiner Amtszeit wirkte der Aargauer mit Geschick und Überzeugung als Sprecher der Kantone. Er verankerte die KdK als wichtige Stimme im politischen Prozess und vertrat die Interessen der Kantonsregierungen insbesondere im Europadossier. In der Schweiz und bei verschiedensten Kontakten auf europäischer Ebene erläuterte Markus Dieth die Position der Kantonsregierungen zur Zukunft der Beziehungen mit der Europäischen Union. Mit Nachdruck vertrat er zudem die Interessen der Kantone bei den Bundesinstanzen, vor allem im Rahmen des Entlastungspakets des Bundes und des nationalen Finanzausgleichs.
Als Mann des Dialogs stärkte Markus Dieth unter anderem den Austausch mit der jungen Generation, zum Beispiel bei den Veranstaltungen rund um das 30-Jahre-Jubiläum der KdK. Einer der Schwerpunkte seines Engagements ist die Digitalisierung. Zusammen mit Bundesrätin Karin Keller-Sutter leitet Markus Dieth das politische Führungsgremium der Digitalen Verwaltung Schweiz (DVS). In dieser Funktion begleitete er mehrere wichtige Projekte, unter anderem die elektronische Identität (e-ID), AGOV oder den nationalen Adressdienst. Die Plenarversammlung wählte den St. Galler Regierungsrat Marc Mächler als Nachfolger von Markus Dieth in die Co-Leitung der DVS ab Januar.
Berner Vizepräsidium
Mit der Wahl von Regierungsrätin Astrid Bärtschi hat die Plenarversammlung zudem den dem Kanton Bern zustehenden Sitz im Leitenden Ausschuss der KdK besetzt. Astrid Bärtschi übernimmt zugleich das KdK-Vizepräsidium für die Deutschschweiz, die Neuenburger Staatsrätin Florence Nater ist weiterhin Vizepräsidentin für die Romandie. Weiter wurde Conradin Cramer, Regierungspräsident von Basel-Stadt, zum Präsidenten der Europakommission der KdK ab Januar 2027 bestimmt. Der Freiburger Staatsrat Olivier Curty, der dieses Amt seit Frühling 2025 innehat, tritt nicht mehr zu den kantonalen Wahlen im November 2026 an.
Kontakt / Rückfragen
Regierungsrat Urs Janett
078 600 61 15
urs.janett(at)ur.ch
Regierungsrat Markus Dieth
079 410 08 78
markus.dieth(at)ag.ch
Roland Mayer, Generalsekretär KdK
031 320 30 00
r.mayer(at)kdk.ch