Entlastungspaket 27
Die Kantonsregierungen haben Verständnis dafür, dass der Bund seinen Haushalt ins Gleichgewicht bringen will. Ausgeglichene und stabile Bundesfinanzen liegen im Interesse der gesamten Schweiz. Aus Sicht der Kantone verlief der Einbezug in die Ausarbeitung des Entlastungspakets 2027 des Bundes aber äusserst unbefriedigend. Auf mehrmalige Gesprächsangebote und konkrete Vorschläge der Kantone ging der Bundesrat kaum ein.
Die Kantonsregierungen nahmen am 14. März 2025 zum Entlastungspaket 2027 Stellung. Auf Ersuchen des Bundesrats haben sie sich nochmals mit dem Geschäft auseinandergesetzt, an der Plenarversammlung vom 12. Juni den Handlungsspielraum ausgelotet und dem Bundesrat erneut eine Einladung zum Dialog übermittelt.
Am 19. September hat der Bundesrat die Botschaft verabschiedet und dabei sein Sparpaket leicht redimensioniert. Aus Sicht der Kantone waren aber weitere Korrekturen notwendig. Deshalb haben sie beschlossen, sich aktiv in die parlamentarische Phase einzubringen. Dabei haben sie sich bereit gezeigt, solidarisch einen Beitrag zur Sanierung des Bundeshaushaltes zu leisten. Zudem waren die Kantone bereit, Kompromisse einzugehen. Anstatt das Gebäudeprogramm abzuschaffen, haben sie zum Beispiel vorgeschlagen, dieses mit dem Impulsprogramm zusammenzulegen und die Massnahmen zu priorisieren. Einseitige Lastenverschiebungen haben sie hingegen entschieden abgelehnt, ebenso Eingriffe in das System des Finanzausgleichs und in das Projekt «Entflechtung 27».
Am 13. März 2026 hat die Plenarversammlung der KdK den Stand der parlamentarischen Beratungen diskutiert. Die Kantonsregierungen stellen nun mit Genugtuung fest, dass die eidgenössischen Räte wichtigen Forderungen der Kantone (u.a. beim Finanzausgleich und Gebäudeprogramm, aber auch im Volkswirtschafts- und Umweltbereich) Gehör geschenkt haben. Sie bedauern jedoch, dass das Parlament im Bildungsbereich an Kürzungen festhält und keine Kompromisse bei der Kürzung der Globalpauschalen im Asylbereich eingehen will. Dies schwächt den Bildungsstandort sowie die erwiesenermassen erfolgreiche Integrationsagenda Schweiz.